24. Reisetag Logroño - Santa Domingo de la Calzar


(Pilgerherberge in Santa Domingo: Waschanlage im Freien und Schlafsaal)
Logroño - Santa Domingo de la Calzar
Bin ich süchtig? Diese Frage stellte ich mir heute, als ich feststellte, dass mir gestern etwas gefehlt hat - das Velofahren. Ich geniesse besonders das bergauffahren - natürlich nicht zu steil -, wenn man da im Rythmus ist ist es wirklich ein Genuss.
Heute hat die Kaltfront auch das Riojagebiet erfasst. Um 8h als ich aufstand, war es noch dunkel und neblig. Der Regen dauerte an bis 15 Uhr (als ich in Santa Domingo ankam, hörte es auf). Ich hatte heute die Gelegenheit, meine Regenausrüstung inkl. Regenhosen und Überschuhe zu testen. Test bestanden.
Ich entschied mich heute einmal mehr für die "Rennbahn", die National. Die Alternative wäre der Jakobsweg auf Naturstrasse gewesen.
Die Reise war trotz Schwerverkehr und Regen schön. Die gelben Blumen entlang der Strasse dufteten, Regen hin oder her.
In Najera frequentierte ich kurz eine Bar um drei Tapas zu mir zu nehmen und sah einige Störche. Einer der gerade im Anflug auf sein Nest war erinnerte mich an die Concord mit seiner Eleganz.
Bei der Einfahrt in Santa Domingo machte ich mir bereits Gedanken, wie ich wohl mein vor Dreck strotzendes Velo in die Hostela nehmen würde. Ein Arbeiter, der gerade mit einem Hochdruckreiniger arbeitete löste mein Problem. Gans stolz fuhr ich bei Sauwetter mit einem sauberen Stahlesel ein.
Bei der Besichtigung des Ortes stattete ich auch der Albergue einen Besuch ab (siehe Fotos). Ich bin froh, als "Luxus-Pilger" nicht in solchen Schlafsälen übernachten zu müssen.
Vom Rundgang zurück kam Hunger auf und ich genoss den gestern eingekauften Salami und den ebenfalls gestern erhaltenen Finca Valpiedra Reserva 1998. Resultat: Ich fiel in einen zweistündigen Tiefschlaf! Der Wein war wirklich gut. (Ich muss klarstellen, dass ich natürlich nicht die ganze Flasche auf einmal getrunken habe)

0 Comments:
Post a Comment
<< Home