19. Reisetag St. Jean - Pamplona


St. Jean Pied de Porc - Pamplona
Entgegen meiner liebgewordenen Gewohnheit stand ich bereits um 7h auf: Probleme mit meinenn Scheibenbremsen¡ Um mit einem sauberen Velo in Spanien einzufahren, war ich gestern noch beim Velomech. Da ist vermutlich Oel auf die Bremsbeläge getropft. Nach telefonischer Rücksprache mit dem Velomech in der Schweiz frühstückte ich beruhigt: Das Problem würde sich mit vielem bremsen - und das war heute angesagt - von selbst lösen.
Abfahrt um 9.15h bei 9Grad und Nebel der just auf Dorfhöhe aufhörte und darüber blauem Himmel. Der Aufstieg von 900 m war auf 22km verteilt. Es lief mir gut, sobald ich den Rythmus gefunden hatte. Unterwegs traf ich auf eine junge Frau, die neben ihrem Fahrrad ging. "Tinne" 22 Jahre aus Belgien, gleich gross wie ich aber Grüsse XL litt unter dem Luftverlust am hinteren Reifen. Was tun? Schlauchwechsel. Ich bin froh, mein - beim Velomech in Gümligen angeeignetes Wissen - nun in die Tat umsetzen zu können. Ging super.
Die Passhöhe des Ibañeta Passes erreichte ich mit viel böhigem Gegenwind. Umso mehr genoss ich den Ausblick. Einen winstillen Ort für die Zwischenverpflegung gab es nicht. Der Wind sollte mich den ganzen Tag über begleiten, aber wie gesagt es ging gut. Dem Ibañeta Pass folgten der Mezequiriz- und der Erropass. Dann ging es entgültig abwärts und die Bremsen bremsten immer besser. Die Sehenswürdigkeiten in Roncevalle waren den Halt absolut wert und um 17h fuhr ich in Pamplona ein. Stinkiger Verkehr begleitete meine Einfahrt. Das Stadtzentrum begeisterte mich vom ersten Moment an. Diese Grosszügigkeit dieser Plätze, der grosszügigen Parkanlagen, dieses Leben. Als ich um 20.30h das Hotel verliess um ein Restaurant zu suchen hatte ich den Eindruck, die ganze Stadt sei auf der Strasse. Ein Restaurant fand ich nicht, da ich an vier der vielen Tapasbars hängen blieb und die enorme Vielfalt der Tapas genoss.
Rückblickend auf meine schönen Tage in Frankreich kann ich sagen, dass es ein Land für Velofahrer ist: Viele schöne Strässchen, die wenig befahren sind, eine wunderschöne Landschaft und nette Leute.

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