11.Reisetag




Cajarc - Cahors
Der Nebel lichtete sich bereits um zehn Uhr und die Sonne zeigte sich. Anders als dem eigentlichen Jakobsweg zu folgen, entschied ich mich, weiter dem Lot nachzufahren, was sich durchaus bezahlt machte: schoene Doerfer, beindruckende Ausblicke auf Fluss und Landschaften des Quercy - so heisst diese Gegend - und schöne Momente, sei es als ich einem Motorboot zuschaute, wie die Schleuse geflutet wurde oder dem Gespraech mit dem 80-jaehrigen(Foto). Vor dem Eingang stand ein Piece (Weinfass); als ich drauf klopfte meinte er; die Wuemmet werde morgen beginnen, heute sei noch wasser drin. Auf dem offenen feuer kochte etwas im kupferkessel: Kartoffeln fuer die Huehner. Wir standen unter einem Kaki-Baum, dessen Fruechte anfangs Dezember reif sein werden.
Es herbstelt auch hier: die offenen, grossen Maisgitter fuellen sich, in einem Dorf war gerade eine Tabakscheune offen und es roch wunderbar nach Tabak.
Bereits um 13.30 Uhr erreichte ich Cahors - eine Stadt, deren Name schon immer etas magisch auf mich wirkte, unnoetig zu sagen, dass sie mittelalterlich schoen ist.
Nachdem ich heute die ersten telefonischen Kontakte mit Weinproduzenten im Madiran hatte, werde ich die naechsten Tage planen muessen.
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